Die Gemeindevertretung Breklum hat den Start einer gemeindeübergreifenden Wärmeplanung beschlossen. Gemeinsam mit den Gemeinden Bordelum und Struckum soll bis spätestens Juni 2028 ein gemeinsamer Wärmeplan erarbeitet werden.
Grundlage dafür ist das bundesweite Wärmeplanungsgesetz. Dieses verpflichtet Kommunen dazu, langfristige Konzepte für eine sichere und klimafreundliche Wärmeversorgung zu entwickeln.
Die drei Gemeinden wollen die Aufgabe in einem sogenannten Planungskonvoi umsetzen. Durch die gemeinsame Planung sollen Synergieeffekte genutzt und Kosten reduziert werden. Koordiniert wird das Verfahren durch die Amtsverwaltung Mittleres Nordfriesland.
Für die Erstellung des Wärmeplans erhalten die Gemeinden finanzielle Mittel des Landes Schleswig-Holstein. Die eigentliche Planung soll durch ein externes Fachbüro begleitet werden. Vorgesehen sind unter anderem Bestandsanalysen, Prüfungen möglicher Wärmequellen und die Entwicklung eines strategischen Konzepts für die zukünftige Wärmeversorgung.
Während des gesamten Prozesses sollen Öffentlichkeit, Unternehmen und weitere Beteiligte regelmäßig informiert und eingebunden werden.
Die Gemeindevertretung entsandte außerdem Bürgermeister Claus Lass, Sabine Carstensen und Ursula Petersen in den Lenkungskreis für die kommunale Wärmeplanung.
Mit dem Beschluss wurde zugleich dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrags zwischen den beteiligten Gemeinden zugestimmt. Die endgültige Umsetzung steht unter dem Vorbehalt entsprechender Beschlüsse in Bordelum und Struckum.
Die kommunale Wärmeplanung gilt als Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Bereich Energieversorgung und Wärmenetze.