Gemeinsam für Breklum: Ein Gemeindekümmerer-Projekt nimmt Gestalt an
Wie können wir uns in Breklum noch besser gegenseitig unterstützen und Menschen im Alltag helfen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Bürgerbeteiligung Breklum bei seiner Arbeitssitzung am 10. September 2026 im Alten Feuerwehrgerätehaus.
Ein Gemeindekümmerer-Projekt für Breklum
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung eines Gemeindekümmerer-Projekts, das den Zusammenhalt in unserer Gemeinde stärken und praktische Alltagshilfe ermöglichen soll. Als Vorbild stellte Udo Wohnsen das Konzept aus Bordelum vor. Dort koordinieren fünf Gemeindekümmerer rund 100 Einsätze im Jahr und arbeiten dafür mit einem Pool von Alltagshelferinnen und Alltagshelfern zusammen.
Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, dieses Modell auch für Breklum zu übernehmen. Vorgesehen ist, dass fünf Kümmerer aus unterschiedlichen Organisationen die Einsätze koordinieren. Sie sollen aus der Gemeinde, der Kirchengemeinde, dem Sozialverband und zwei weiteren Organisationen kommen. Als Ansprechpersonen begleiten sie die Helferinnen und Helfer und unterstützen bei der Klärung möglicher Konflikte.
Die Gemeinde Breklum soll die Trägerschaft übernehmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Beteiligten im Rahmen des Projekts versichert sind. Die konkreten Versicherungsbedingungen werden derzeit noch geprüft. Für die Alltagshelferinnen und Alltagshelfer ist eine Aufwandsentschädigung von vier Euro pro Stunde sowie gegebenenfalls 40 Cent pro gefahrenem Kilometer vorgesehen. In besonderen finanziellen Härtefällen könnte eine Spendenkasse die Kosten übernehmen. Die Kümmerer sollen für ihre koordinierende Tätigkeit eine monatliche Aufwandsentschädigung von 60 Euro von der Gemeinde erhalten.
Als nächster Schritt sollen mögliche beteiligte Vereine und Organisationen persönlich eingeladen werden, um sie für die Mitarbeit zu gewinnen. Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase. Bevor es starten kann, müssen insbesondere die organisatorischen und versicherungsrechtlichen Fragen geklärt werden.
Auch die Jugendarbeit bleibt ein wichtiges Thema
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Koordination der Jugendarbeit. Da der bisher angedachte Stammtisch nicht zustande gekommen ist, sollen künftig Treffen zu konkreten Themen organisiert werden. So sollen neue Impulse entstehen und der Austausch zwischen den Beteiligten erleichtert werden. Die Gemeinde möchte die Treffen koordinieren und möglichst während der Arbeitszeit ermöglichen, damit auch hauptamtlich Beschäftigte besser teilnehmen können.
Gemeinsam mehr erreichen
Die Beratungen zeigen: Breklum möchte neue Wege finden, um Menschen zusammenzubringen, gegenseitige Unterstützung zu fördern und die Gemeinde aktiv weiterzuentwickeln. Das Gemeindekümmerer-Projekt soll dazu einen konkreten Beitrag leisten. Bis zur Umsetzung sind noch einige Fragen zu klären. Über die weiteren Entwicklungen informieren wir euch, sobald es Neuigkeiten gibt.