Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Bürgerbeteiligung wurde ein neues Thema beraten: die mögliche Einführung sogenannter Gemeindekümmerer oder Alltagshelfer. Hintergrund ist die Beobachtung, dass verschiedene Einrichtungen in der Gemeinde – darunter Kirche, Gemeinde und Sozialverbände – bereits zahlreiche Unterstützungsangebote bereitstellen.
Dabei wurde festgestellt, dass einige Bereiche möglicherweise mehrfach abgedeckt sind, während in anderen Bereichen Lücken bestehen könnten. Ziel der weiteren Arbeit ist daher eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote sowie eine bessere Vernetzung der Akteure.
Im Rahmen der Diskussion wurden auch mögliche Aufgaben eines Gemeindekümmerers benannt. Dazu zählt unter anderem die Unterstützung von Menschen, die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung Schwierigkeiten beim Zugang zu Dienstleistungen haben. Gerade im Zusammenhang mit einer verstärkten „Digital First“-Ausrichtung könnte hier zusätzlicher Bedarf entstehen.
Aufgrund der sensiblen Tätigkeiten wurde darauf hingewiesen, dass eine solche Funktion organisatorisch bei der Gemeinde angesiedelt sein sollte.
Das Thema wurde bereits in der vergangenen Legislaturperiode im Sozial-, Jugend- und Sportausschuss behandelt. Damals wurde kein konkreter Bedarf festgestellt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen soll die Frage nun erneut geprüft werden. Der Ausschussvorsitzende Holger Arff hat angekündigt, das Thema wieder auf die Tagesordnung seines Gremiums zu setzen.
Damit ist ein weiterer Prüfprozess angestoßen, der mögliche Unterstützungsstrukturen in der Gemeinde systematisch weiterentwickeln soll.