Im Schulverband Mittleres Nordfriesland wird derzeit über die zukünftige Struktur der Grundschulstandorte im Raum Bredstedt beraten. Nach einer Informationsveranstaltung in der Gemeinschaftsschule Bredstedt ist deutlich geworden, dass die Schließung der Standorte Bordelum, Breklum und Joldelund in Betracht gezogen wird. Hintergrund ist die seit 2024 laufende Schulanalyse, mit der die Schulgebäude und ihre künftige Nutzung an moderne pädagogische Anforderungen angepasst werden sollen.
Bereits im Juli 2025 waren die Ergebnisse dieser Schulanalyse öffentlich vorgestellt worden. Damals wurde erläutert, dass der Schulverband nicht nur bauliche Mängel beheben, sondern die Schulen zugleich grundlegend weiterentwickeln möchte. Gemeinsam mit dem Berliner Büro „Die Baupiloten“ wurden dafür neue Raumkonzepte erarbeitet. Insgesamt wurden die Kosten für Umbau, Sanierung und Erweiterung der Schulstandorte mit rund 40 Millionen Euro beziffert. Davon entfallen allein etwa 23 Millionen Euro auf die Gemeinschaftsschule in Bredstedt, weitere 16 Millionen Euro auf die sechs Grundschulen sowie zusätzliche Mittel auf eine neue Sporthalle in Bredstedt.
Gleichzeitig verweist der Schulverband auf sinkende Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Nach den vorgestellten Berechnungen könnten Einsparungen von ca. 4 Millionen Euro erzielt werden, wenn künftig nur noch drei Grundschulen erhalten bleiben. In der aktuellen Diskussion werden dafür Bredstedt, Langenhorn und Drelsdorf genannt.
Für Breklum ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung, da der Schulstandort ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Infrastruktur ist. Nach den vorliegenden Informationen soll am 5. Mai 2026 zunächst intern weiter beraten werden. Eine Grundsatzentscheidung ist nach derzeitiger Darstellung für den 25. Juni 2026 vorgesehen.